Eine unabhängige Studie zeigt, dass Prime Video und Amazon Music lokale Inhalte sowie Künstlerinnen und Künstler hervorheben und die Auffindbarkeit europäischer und deutscher Filme, audiovisueller Werke und Musikstücke verbessern.
Während in Deutschland und Europa darüber diskutiert wird, wie die Sichtbarkeit lokaler kultureller Inhalte im digitalen Umfeld gewährleistet werden kann, bleibt eine zentrale Frage bestehen: Wenn Kataloge Zehntausende von Titeln umfassen, erhalten deutsche Inhalte dann eine faire Chance, gesehen zu werden?
Prime Video und Amazon Music fördern deutsche und andere europäische Inhalte durch gezielte redaktionelle Entscheidungen, darunter einen eigenen, prominent platzierten Zugangspunkt für europäische Filme und Serien auf der Startseite, kuratierte Playlists mit lokalen Kunstschaffenden und Platzierungsentscheidungen, die von lokalen Teams getroffen werden.
Eine unabhängige Analyse der beiden Amazon Streamingdienste in Deutschland ergab, dass europäische Werke mehr als ein Drittel aller Inhalte ausmachen, die Kundinnen und Kunden auf der Prime Video-Startseite sehen. Ein Drittel der Inhalte, die Amazon Music auf seiner Startseite präsentiert stammt zudem von deutschen Künstlerinnen und Künstlern – weit mehr als der Anteil lokaler Inhalte, den Nutzenden tatsächlich ansehen und hören.
Diese Sichtbarkeit für deutsche und andere europäische Inhalte bleibt auch dann bestehen, wenn Nutzende ausschließlich nicht-europäisches Material ansehen. Diese Ergebnisse spiegeln Amazons wachsende Investitionen in die europäische Kreativbranche und das europäische Publikum wider und in Inhalte, die das Publikum sehen und hören möchte.
Streaming hat viele der traditionellen Barrieren für den Zugang zu Kultur beseitigt. Eine Prime Video-Startseite in Deutschland zeigt durchschnittlich über 10.000 einzigartige Titel aus einem Angebot, das Prime-Katalogtitel, Kauf- und Leihangebote und Kanäle von Drittanbietern umfasst. Amazon Music bietet Hörerinnen und Hörern Zugang zu Millionen von Titeln aus aller Welt.
Foto von roger lo guarro/Roger Lo GuarroDas schiere Ausmaß der heute verfügbaren Auswahl ist beispiellos, aber Zugang allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, ob deutsche und europäische Werke innerhalb dieser Auswahl eine bedeutsame Sichtbarkeit erzielen.
Um dies herauszufinden, haben wir Arvester, eine auf die Kulturwirtschaft spezialisierte Beratungsfirma aus Paris, beauftragt, die Auffindbarkeit bei unseren Diensten in Deutschland unabhängig zu prüfen. Über einen Zeitraum von acht Wochen erstellten sie mehrere Nutzerprofile mit unterschiedlichen Seh- und Hörgewohnheiten, scannten wöchentlich vollständige Startseiten, verwendeten qualitative Metadaten aus unabhängigen Quellen (The Movie Database, eine Crowdsourcing-Filmdatenbank, und MusicBrainz, eine offene Musik-Metadatenbank) und bewerteten jedes Thumbnail – also die Kacheln, die angeklickt werden, um ein Video aufzurufen – nach Position und Größe. Über 678.000 Thumbnails wurden allein in Deutschland über alle Profile hinweg erfasst.
Die Ergebnisse lassen klare Schlussfolgerungen zu, die unsere redaktionellen Praktiken zur Förderung deutscher und europäischer Inhalte auf Prime Video und Amazon Music bestätigen.
Wie fördern Prime Video und Amazon Music deutsche Inhalte?
Prime Video zeigt im Vergleich zu den Sehgewohnheiten der Nutzerinnen und Nutzer eine überproportional hohe Anzahl deutscher Titel auf der Startseite und ermutigt Kundinnen und Kunden, lokale Inhalte zu wählen. Dies spiegelt sich u.a. im Erfolg der deutschen Serie Maxton Hall wider, der erfolgreichsten nicht-amerikanischen Serie bei Prime Video und zum Start Nummer 1 in den Prime Video Charts in über 120 Ländern, darunter die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich.
Die Untersuchung von Arvester zur Auffindbarkeit lokaler und europäischer Inhalte bei Amazon Diensten sowie Zuschauerdaten der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle zeigen:
- Deutsche Produktionen sind die amdrittbesten auffindbaren Inhalteauf Prime Video in Deutschland, hinter Inhalten aus den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich.
- Deutsche Titel machen 13 Prozent der Thumbnails auf der Startseite aus (Arvester). Demgegenüber steht ein Anteil von 6 Prozent an den gesamten Sehstunden bei allen Video-on-Demand-Diensten im Abonnement (SVOD) in Deutschland, zu denen auch Prime Video gehört (Europäische Audiovisuelle Informationsstelle).
- Europäische Werke machen 37 Prozent aller Thumbnailsauf der Startseite aus.
- In den obersten 10 Reihen der Startseite entfallen 16 Prozent auf deutsche Titel und 41 Prozent auf europäische Werke.
- Prime Video widmet benannte Reihen ausschließlich europäischen Inhalten („Europäische Serien,” „Europäische Filme,” „Europäische Filme mit Zusätzlichen Kanälen”).
- Der überwiegende Teil der sichtbaren Inhalte gehört zu Drittproduzenten, Studios und Vertriebsunternehmen. Produktionen von Amazon MGM Studios machen etwa 4 Prozent aller Startseiten-Thumbnails aus.
Ellice. Foto von Miguel Rubio
Bei Amazon Music ist das Bild ähnlich: Die deutschen Künstlerinnen und Künstler Ayliva, Apache 207 und Nina Chuba gehören zu den meistgestreamten lokalen Kunstschaffenden, und Newcomer wie die Berlinerin Ellice erreichen ein globales Publikum. Darüber hinaus:
- Deutsche Künstlerinnen und Künstler machen 33 Prozent der Startseiten-Thumbnails aus, nahezu gleichauf mit 34 Prozent bei US-Künstlerinnen und Künstlern.
- Die Startseite zeigt durchschnittlich 12 Playlists (von insgesamt etwa 60 bis 77), bei denen mehr als 80 Prozent der Titel von deutschen Künstlerinnen und Künstlern stammen.
Die lokale Sichtbarkeit bleibt stabil
Das bedeutsamste Ergebnis der Prüfung: Unabhängig davon, was Nutzerinnen und Nutzer ansehen oder hören, die Sichtbarkeit deutscher Inhalte sinkt nie unter ihr Ausgangsniveau.
- Nach acht aufeinanderfolgenden Wochen, in denen ausschließlich nicht-europäische Titel angesehen wurden, belegten deutsche Titel weiterhin 12 bis 13 Prozent der Startseiten-Thumbnails – der Anteil fiel kein einziges Mal unter sein Ausgangsniveau.
- Bei Amazon Music sahen Nutzerinnen und Nutzer, die während des Onboardings keine einzige deutsche Künstlerin und keinen einzigen deutschen Künstler ausgewählt hatten, 28 Prozent deutsche Inhalte auf ihrer Startseite und bekamen 11 Playlists angezeigt, die nahezu vollständig aus deutschen Titeln bestanden.
Dies spiegelt wider, wie Prime Video und Amazon Music in der Praxis arbeiten: eine Kombination aus Kundennachfrage und lokaler redaktioneller Kuratierung.
Foto von Gordon MuehleAmazons Redaktionsteams setzen sich für deutsche und andere europäische Inhalte ein
Diese Ergebnisse erzählen nur einen Teil der Geschichte. Lokale und europäische Inhalte erreichen ihr Publikum über viele Wege: direkte und physische Formate wie Konzerte, Theater, Kinos und Galerien; soziale Umgebungen wie Schulen und Cafés; und über unzählige Verbreitungskanäle von der Presse über Radio und Fernsehen bis hin zu sozialen Medien und anderen.
Prime Video und Amazon Music spielen eine eigenständige und ergänzende Rolle zu diesen kulturellen Zugängen: Sie erweitern die Reichweite auf die 137 Millionen Europäerinnen und Europäer, die in ländlichen Gebieten leben; sie helfen einer deutschsprachigen Serie, ein Publikum auf der ganzen Welt zu finden; sie geben unabhängigen Künstlerinnen und Künstlern Zugang zu Hörerinnen und Hörer, die sie über traditionelle Kanäle allein nie hätten erreichen können.
Diese Sichtbarkeit entsteht nicht zufällig. Hinter den Zahlen steht eine Kombination aus redaktioneller Expertise – Entscheidungen lokaler Teams in Deutschland darüber, was hervorgehoben, wo es platziert und welche Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden – und Personalisierungstechnologie, die auf das reagiert, was das Publikum sehen und hören möchte.
Unsere lokalen Musikredakteure setzen sich für aufstrebende und etablierte lokale Künstlerinnen und Künstler ein, während unsere Redaktionsteams Inhalte auswählen und positionieren, die widerspiegeln, was das lokale Publikum sehen möchte. Benannte Reihen für europäische Inhalte, kuratierte Playlists mit deutschen Künstlerinnen und Künstlern sowie prominente Platzierungen für aufstrebende Talente sind das Ergebnis bewusster redaktioneller Entscheidungen.
Prime Video und Amazon Music tragen zur Auffindbarkeit deutscher Inhalte bei – nicht indem sie die Arbeit anderer ersetzen, sondern indem sie diese verstärken und Barrieren abbauen, um Kreativschaffende und ihr Publikum zusammenzubringen.
Was prägt die redaktionellen Entscheidungen bei Amazon?
Letztlich ist das, was unsere redaktionellen Entscheidungen prägt, einfach: unsere Kundinnen und Kunden. Wir gestalten unsere Dienste so, dass sie dem entsprechen, was das Publikum sehen, hören und entdecken möchte – und die Daten zeigen, dass das Publikum lokale und europäische Inhalte wünscht. Sie suchen nach deutschen Filmen, deutscher Musik, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern aus ihrem eigenen Land. Unsere Aufgabe ist es, diese Präferenzen zu verstehen und Relevantes sichtbar zu machen – durch eine Kombination aus redaktioneller Expertise und responsiver Technologie.
Jeder regulatorische Ansatz, der die Nachfrage des Publikums durch Top-down-Vorgaben ersetzt, riskiert nicht nur, das Nutzererlebnis zu verzerren – er riskiert, Dienste für genau das Publikum irrelevant zu machen, dem sie dienen sollen. Die beste Garantie für kulturelle Sichtbarkeit ist ein Dienst, den die Menschen tatsächlich nutzen.
Diese Prüfung wurde in Auftrag gegeben von Amazon und unabhängig ausgeführt von Arvester im Zeitraum November 2025 bis März 2026. Lesen Sie die vollständigen Berichte für Frankreich und Deutschland auf der Webseite von Arvester.











