An der Wand hängt ein Porträt von Kurt Cobain, dem legendären, verstorbenen Sänger und Gitarristen der Grunge-Band Nirvana. Darüber ein gut gefülltes Regal mit Hard Rock- und Metal-Musik-CD’s, von AC/DC bis Frank Zappa. Und weiter rechts grüßen die „roten Teufel vom Betzenberg“ in Form eines Fan-Schals vom 1. FC Kaiserlautern: Sie bilden die Kulisse für einen relativ unspektakulären weißen Schreibtisch, auf dem Telefon und Laptop stehen, dahinter ein Schreibtischstuhl.

Ralf Kleber steht mit einigen Schülern an einem Stehtisch und tauscht sich aus.
Foto von Thomas Einberger/© argum / Thomas Einberger
Ralf Kleber im Gespräch mit den Schülern der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule in Kaufbeuren
Eine Gruppe von Schülern posiert mit Ralf Kleber fürs Foto.
Im Ralf-Kleber-Büro bei Amazon in München
Eine Gruppe von Schülern drängt sich in einem Raum.
Selfies im Chefbüro: Die Schüler bei Amazon in München
Eine Bürowand zeigt von unten nach oben: ein handsigniertes Porträt von Kurt Cubain, ein gefülltes CD-Regal und rechts: einen roten Fußball-Fanschal, der an der Wand befestigt wurde.
Kurt Cobain grüßt von der Wand

Es ist ein Arbeitsplatz in einem der innovativsten Unternehmen weltweit. Er gehört Amazon.de Country Manager Ralf Kleber. Aber nicht er hat hinter dem Schreibtisch Platz genommen, sondern die 18-jährige Julia. Als Kurt Cubain, der hinter ihr aus dem Bilderrahmen blickt, im Jahr 1994 alles Irdische hinter sich ließ, erblickte Amazon gerade das Licht der Welt. Während Julia den Chefsessel testet, unterhält sich der Country Manager mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern, die gerade sein Büro bevölkern. Die rund zwei Dutzend Abituranwärter der 13. Jahrgangsstufe der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule Kaufbeuren haben sich sein Büro eigentlich ganz anders vorgestellt.

“Kurt Cubain und der 1. FC Kaiserslautern: Das Chefbüro von Amazon hätte ich mir anders vorgestellt.”
Julia, 18 Jahre

Übrigens auch Ralf Kleber selbst: „Er ist so locker und offen, das hat uns alle sehr beeindruckt“, sagt Julia. Ihr Kurs „Betriebswirtschaftslehre & Rechnungswesen“ hat sich erfolgreich bei der Aktion „Chef zu gewinnen“ beworben. Das vom Handelsblatt initiierte Programm soll Schüler bei der Entscheidung für den weiteren beruflichen Weg unterstützen. Was folgte, war ein Besuch von Ralf Kleber an der Allgäuer Schule in Kaufbeuren und jetzt der verabredete Gegenbesuch der Klassen bei Amazon in München. „Als Schüler hatte ich selbst auch lange keine konkrete Vorstellung, was ich werden will“, sagt Ralf Kleber. „Die Idee der Aktion ist es, jungen Leuten Einblicke und Perspektiven zu vermitteln, um den eigenen beruflichen Weg zu finden.“

Tipps und Rat für die Schülerinnen und Schüler gab es reichlich bei den Besuchen: vom „Myers-Briggs-Typenindikator“-Persönlichkeitstest für die Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen, über Job- und Ausbildungsmöglichkeiten, bis hin zu Einblicken in die Innovationskultur und den Ansatz für Business-Modelle bei Amazon.

Hier berichtet die Schule über den Besuch von Ralf Kleber in Kaufbeuren sowie der Kreisbote.