Am Montag hat awiwa, ein Hersteller von Öko-Reinigern, über den Einstieg in das Geschäft mit Endkunden berichtet. Heute gibt ein weiterer Teilnehmer von „Unternehmer der Zukunft“ Auskunft, dem Förderprogramm von Amazon und Wirtschaftswoche: Dennis Leißing von Berufsbekleidung Leißing aus Ibbenbüren.

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Dennis Leißing: „Die Hauptsache ist erst einmal machen!“

Was sind für Berufsbekleidung Leißing die Ziele beim Einstieg in den Online-Handel?
Dennis Leißing: Unsere Ziele für den E-Commerce sind der Start auf den großen Marktplätzen sowie der Ausbau unseres Onlineshops, der letztes Jahr gestartet ist.

Was bedeutet das für Eure Unternehmensabläufe?
Dennis Leißing: Da wir bisher so gut wie nur offline verkauft haben, müssen wir unsere Unternehmensabläufe auf den Online-Handel umstellen und viel mehr Ware auf Lager bevorraten. Auch bei der Kommissionierung und der Lieferung wollen wir so schnell und effizient wie möglich sein. Deshalb stellen wir beispielsweise unseren kompletten Versand auf DHL um, die mehrmalige Zustellversuche oder die Lieferung an Packstationen anbieten – Anforderungen, mit denen wir uns bisher im B2B-Geschäft nicht auseinandersetzen mussten.

Mit welchen Produkten will Berufsbekleidung Leißing im Netz an den Start gehen?
Dennis Leißing: Wir haben das Angebot auf den Online-Marktplätzen analysiert und dabei für uns erste Schwerpunkte definiert. Das sind zum einen Produkte bestimmter Hersteller, die nur wir oder wenige andere führen. Zum anderen haben wir uns an den Sales Ranks (Verkaufsrang bei Amazon) orientiert und wollen auf besonders nachgefragte Artikel setzen wie zum Beispiel Sicherheitsschuhe oder Kleidungsstücke aus dem Outdoor-Bereich. Daneben sind wir dabei, eine Eigenmarke zu entwickeln, die wir in den nächsten Monaten mit einigen Startartikeln launchen werden. Wir wollen hier mittelfristig das gesamte Kleidungsspektrum abbilden, so dass wir ein Unternehmen komplett ausstatten könnten. Für die Produktion sind wir bereits mit einem Hersteller in Pakistan handelseinig. Schließlich prüfen wir noch, inwieweit wir auch individualisierte Produkte wie Kleidungsstücke mit Textildruck oder Stickereien gemäß den Wünschen unserer Kunden im Internet verkaufen können.

Wie konntet ihr bisher von der Teilnahme an „Unternehmer der Zukunft“ profitieren?
Dennis Leißing: Wir haben gelernt, dass man grundsätzlich nichts falsch machen kann – die Hauptsache ist erst einmal machen! Außerdem profitieren wir von der Branchenkenntnis von Nico Stöckel von Chal-Tec. Zum Beispiel ist uns jetzt die Bedeutung der richtigen Produktpräsentation, mit den richtigen Keywords, dem richtigen Topic und vor allem den richtigen Bildern bewusst. Und auch bei der Auswahl der Analyse-Tools und der Artikelanalyse war uns Nico eine große Hilfe.

Was ist euer Ziel für das Förderprogramm?
Dennis Leißing: Unser Ziel für „Unternehmer der Zukunft“ ist es, in der Kürze der Zeit so effizient wie möglich zu werden. Viele Maßnahmen, die wir nun umsetzen – wie die höhere Warenverfügbarkeit in unserem Lager – wirken sich auch auf das stationäre Angebot positiv aus. Zudem wollen wir die Sparte Online, die wir bisher kaum genutzt haben, besser ausschöpfen. Dafür wollen wir unsere Unternehmensprozesse anpassen sowie die Infrastruktur schaffen, um für die Online-Zukunft gewappnet zu sein!