Gründern fehlt oft Zeit, Geld und Personal, um ausreichend in den Vertrieb ihrer innovativen Produkte investieren zu können. Hier setzt der im Frühjahr in Deutschland gestartete Service „Amazon Launchpad“ an. Dabei handelt es sich um einen Marktplatz, der speziell auf die Bedürfnisse von jungen Unternehmen ausgerichtet ist. Es gibt maßgeschneiderte Produktseiten, die viel Raum für Hintergrundinfos zu den Gründern und ihrer Geschichte bieten, so dass sich die Start-ups mit ihrer Idee sehr persönlich präsentieren können. Kunden finden die Angebote von Start-ups aus Deutschland und aller Welt im Amazon Launchpad-Store.

Das Münchner Start-up Bragi profitiert bereits von Amazon Launchpad und stellt dort seinen kabellosen, smarten In-Ear-Kopfhörer „The Dash“ vor. Diese Kopfhörer von Morgen verbinden einen MP3-Player mit 4GB Speicher, ein vollwertiges Bluetooth-Headset und die biometrische Erfassung von Körperfunktionen wie der Pulsfrequenz miteinander. Wir haben mit den Gründern über den langen Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt und die Faszination Start-up gesprochen. Erfahren Sie mehr im Video.

‚The Dash‘ ist für jede Situation geeignet, egal, ob ich chille, Sport mache oder kommuniziere.
Nikolaj Hviid

Ein langer Weg zum fertigen Produkt

Managing Director Nikolaj Hviid ist bereits zum sechsten Mal selbstständig und hat sich bei der Namensgebung für sein aktuelles Start-up von der nordischen Mythologie inspirieren lassen. Der Däne hat sein Unternehmen nach dem Gott der Poesie und Musik – Bragi – benannt. „Bei unserem Produkt funktionieren Kopfhörer und Headset beim Laufen, Fahrradfahren und sogar beim Schwimmen.“

Vor dem erfolgreichen Launch des Produkts stand allerdings ein komplexer Entwicklungsprozess, der das Team nicht nur einmal vor Herausforderungen stellte. Zunächst war es schwierig, die Verbindung zwischen dem rechten und linken Dash herzustellen. Funkwellen waren für die Kommunikation der beiden Hälften nicht geeignet. Mithilfe einer neuen Technologie – der magnetischen Induktion (NMFI) – konnte schließlich der Datenaustausch sichergestellt werden. Einer weiteren großen Aufgabe stand das Bragi-Team beim Design gegenüber. Der Kopfhörer sollte ins Ohr integriert und nicht bloß „aufgesetzt“ werden. Doch die Komplexität des Produkts in ein lediglich ohrmuschelgroßes Smart Device zu bannen, verlangte dem Design-Team einiges ab. Denn gleichzeitig sollte eine intuitive Bedienung garantiert werden. Erst nach unzähligen Testreihen war die perfekte Passform erreicht. Die Steuerung erfolgt nun über das Touchinterface auf dem Dash und durch Gesten. So können Telefonate etwa durch Nicken angenommen und durch Kopfschütteln abgelehnt werden.

Fehlende Strukturen, klar definierte Ziele und Teamspirit

Anders als in einem etablierten Unternehmen gibt es in einem Start-up keine erprobten Prozesse und Strukturen. Vieles funktioniert über Trial-and-Error. Scheitern und Innovation gehen Hand-in-Hand. Die Begeisterung dafür, etwas ganz Neues zu schaffen, macht den Start-up-Gedanken für die Gründer von Bragi aus. Für sie war und ist es wichtig, nicht die erstbeste Lösung zu wählen. Sie arbeiten solange an einem Problem, bis das gesetzte Ziel erreicht ist. Die angestrebte User-Experience durfte zu keinen Zeitpunkt aufgegeben werden. Langfristig möchte Bragi sein Produkt weiterentwickeln, näher an den Kunden bringen und die Bedienung noch intuitiver gestalten. „Wir möchten ‚The Dash‘ fähiger, schlauer machen. Benutzerfreundliche Technologie ist die Zukunft“, so Nikolaj Hviid.

Amazon Launchpad hilft Start-ups, bei ihren potentiellen Kunden bekannt zu werden und ihre innovativen Produkte großflächig zu verkaufen. Neben dieser externen Unterstützung steht und fällt der Erfolg mit dem eigenen Team. „Wir brauchen die perfekte Mischung aus Expertise und Spirit. Menschen, die etwas verändern und dabei Spaß haben wollen. Das wertvollste an Bragi ist das Team“, sagt Arne Loermann, Chief Creative Officer.

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