Zum 80. Geburtstag des Augsburger Zoos haben die Verantwortlichen und viele Besucher einen ganz besonderen Wunsch: Eine schöne und moderne Elefantenanlage für Targa und ihre Artgenossen. Doch die Zeit drängt: Targa ist nicht mehr die Jüngste und mit ihren 63 Jahren eine der ältesten Elefanten-Damen der Welt.

Elefantenoma Targa ist der heimliche Star des Augsburger Zoos und lebt seit genau 30 Jahren in ihrer Anlage am Rande des Augsburger Stadtwaldes.

Wenn es nach Zoodirektorin Dr. Barbara Jantschke, ginge, könnte Targa – und mit ihr vier weitere Elefanten – schon bald ein neues Zuhause bekommen. Oder besser gesagt: Eine neue, wesentlich größere Elefantenanlage, die es ermöglicht, die Tiere nach neuesten Erkenntnissen zu halten.

Mehrgenerationenhaus für natürliche Sozialstrukturen

Geplant ist ein neues Haus mit einer Gesamtfläche von 1.500 Quadratmetern und einer Freianlage, die mit 5.000 Quadratmetern so groß ist wie ein halbes Fußballfeld. Sowohl innen als auch außen soll es genügend Platz zum Planschen geben. Hierzu sind zwei großzügige Becken mit Elefanten-freundlichem Tiefgang geplant.

Wir wollen die Weichen dafür stellen, dass auch in Zukunft diese charismatischen Tiere hier in Augsburg leben können. Elefanten gehören für große und kleine Zoobesucher einfach dazu.
Dr. Barbara Jantschke, Direktorin Augsburger Zoo

Das Konzept sieht außerdem vor, dass die Elefanten künftig keinen unmittelbaren Kontakt zu den Pflegern mehr haben. Das stärkt das Sozialleben der Tiere und reduziert das Unfallrisiko für die Pfleger.

„Wir wollen die Weichen dafür stellen, dass auch in Zukunft diese charismatischen Tiere hier in Augsburg nach modernen Richtlinien leben können“, sagt Jantschke. „Elefanten gehören für große und kleine Zoobesucher einfach dazu.“

Übrigens: Targa soll durch das Bauvorhaben nicht beeinträchtigt werden. Bis der Neubau in direkter Nachbarschaft zu ihrer Anlage fertiggestellt ist, kann sie in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und dann selbst entscheiden, ob sie „umziehen“ möchte oder nicht.

„Es würde uns freuen, wenn Targa den Neubau noch erlebt. Im Moment ist sie für ihr Alter topfit“, erklärt die Zoodirektorin. „Natürlich hat sie auch mal ihre Zipperlein, doch bisher ist es uns und unseren Tierärzten immer gelungen, Targa gut zu versorgen.“

Dickhäuter und dicke Bretter

Bis zum geplanten Spatenstich im Frühjahr 2018 bleibt noch eine Menge zu tun. Vor allem die geplanten Baukosten zeigen: Wer sich für Dickhäuter engagiert, muss dicke Bretter bohren. Sechs Millionen Euro soll das neue Domizil für Targa und Co. kosten. Um diese Summe aufzubringen ist der Augsburger Zoo auch auf Spenden und Sponsoren angewiesen.

Über 850.000 Euro sind bereits durch Firmen, Schulen, Vereine und Privatpersonen zusammengekommen. Und das obwohl die Spendenkampagne noch gar nicht richtig angelaufen ist.

„Wir freuen uns über jede große und kleine Spende“, sagt Jantschke. Bis zum Baubeginn muss aber noch einiges passieren, um die Finanzierung der Elefantenanlage sicherzustellen.

Auch das Amazon-Logistikzentrum im benachbarten Graben unterstützt den Zoo und seine Elefanten. Das Programm „Amazon gemeinsam“ richtet sich gezielt an lokale Organisationen und hilft besonders dort, wo Amazon-Mitarbeiter leben und arbeiten.

Außerdem hat sich der Augsburger Zoo bei „AmazonSmile“ registriert – einer Plattform, die Kunden das identische Shopping-Erlebnis bietet, das sie von Amazon.de kennen, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Amazon einen Anteil der Einkaufssumme an eine soziale Organisation weitergibt. Somit profitiert der Zoo doppelt von Amazons Engagement für soziale Projekte.

Elefanten sollen auch in Zukunft zu Augsburg gehören und großen und kleinen Besuchern einmalige Erlebnisse und Einsichten ermöglichen. „Es reicht nicht, Elefanten nur im Fernsehen zu sehen“, sagt Jantschke. „Wer ein Gefühl für diese Tiere entwickeln will, muss ihre Größe erleben, sie riechen und fühlen“.

So werden die Tiere zu Lehrern und Botschaftern in eigener Sache. Sie sorgen für eine starke Mensch- und Tierbeziehung nach dem Motto des senegalesischen Tier- und Umweltschützers Baba Dioum, das sich der Augsburger Zoo auf die Fahnen geschrieben hat:

„Wir werden nur schützen, was wir lieben, wir werden nur lieben, was wir kennen und wir werden nur kennen, was man uns beigebracht hat.“

Mehr Infos zum Augsburger Zoo und den Elefanten gibt es unter: elefant.zoo-augsburg.de