Das Wichtigste in Kürze
- Amazons Rechenzentren sind siebenmal wassereffizienter als der Branchendurchschnitt.
- Amazon ist mit über 50.000 Elektro-Lieferfahrzeugen mehr als auf halbem Weg zum Ziel von 100.000 E-Fahrzeugen bis 2030.
- Die CO₂-Emissionen pro versandtem Paket sanken im Jahr 2025 um 7 Prozent.
- Mehr als 650 Unternehmen aus knapp 50 Ländern haben sich dem Klimaversprechen Climate Pledge angeschlossen.
Amazons Weg zur CO2-Neutralität ist nicht linear, sondern erfordert immer neue Lösungen. Der neue Nachhaltigkeitsbericht 2025 zeigt, wo das Unternehmen Fortschritte gemacht hat und welche Herausforderungen noch vor ihm liegen.
Hier sind die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht.
Wie reduziert Amazon Verpackung und Emissionen beim Versand?
Weniger Verpackung und weniger Abfall – das ist die Richtung, in die sich Amazons Versandlogistik bewegt. 2025 sanken die CO₂-Emissionen pro versandtem Paket um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Konkret bedeutet das: Hunderte automatisierte Verpackungsmaschinen wurden auf papierbasierte Alternativen umgerüstet. In Deutschland sind bereits mehr als 30 dieser Maschinen in Amazons Logistikzentren im Einsatz.
Auch Kundinnen und Kunden tragen dazu bei, indem sie zum Beispiel einen festen Wochentag für Lieferungen wählen. Somit konnten 500 Millionen Lieferfahrten vermieden werden. Intelligentere Lagerplatzierungen - sprich die Produkte näher an Kundinnen und Kunden zu lagern - sparte zusätzlich 127 Millionen Fahrzeugkilometer ein.
Wie viele Elektrofahrzeuge setzen Amazons Partner bei der Lieferung ein?
Amazons Lieferpartner nutzen mittlerweile mehr als 50.000 elektrische Lieferfahrzeuge weltweit. 2025 wurden damit 2,4 Milliarden Pakete zugestellt. Das Unternehmen ist damit mehr als auf halbem Weg zum Ziel von 100.000 E-Fahrzeugen bis 2030. In Deutschland befinden sich mehr als 4.500 elektrische Lieferfahrzeuge in Amazons Logistiknetz, darunter mehr als 600 E-Vans von Rivian. Hinzu kommen in diesem Jahr mehr als 50 elektrische LKWs und die notwendige Ladeinfrastruktur.
Doch elektrische Lieferfahrzeuge sind nur ein Teil des Bildes. In Europa nutzen 75 Mikromobilitäts-Zentren elektrische Lastenräder, Handkarren und andere emissionsfreie Fahrzeuge für die Zustellung – und reduzieren so Lärm und Emissionen in städtischen Gebieten. Amazons Lieferpartner haben 2025 mehr als 90 Millionen Zustellungen mit elektrischen Fahrzeugen unternommen.
Wie effizient sind Amazons Rechenzentren bei Energie und Wasser?
AWS MLZ and Surrounding CommunityPhoto Copyright Noah Berger / 2025Foto von Noah Berger/Noah Berger
Amazon hat 2025 weltweit mehr Rechenzentrumskapazität aufgebaut als jedes andere Unternehmen – und jede Anlage ist auf maximale Leistung bei minimalem Energie- und Wasserverbrauch ausgelegt.
Die Zahlen sprechen für sich: Amazons Rechenzentren erreichen eine durchschnittliche Power Usage Effectiveness (PUE), die von 1,14 bis 9 Prozent besser ist als der Durchschnitt der Public-Cloud-Branche und 30 Prozent besser als unternehmenseigene Rechenzentren.
Bei der Wassereffizienz ist Amazon siebenmal besser als der Branchendurchschnitt – eine Verbesserung um 33 Prozent innerhalb eines Jahres.
Amazon ist zu 75 Prozent auf dem Weg zum Ziel, bis 2030 wasserpositiv zu sein – also mehr Wasser an Gemeinden zurückzugeben als es für den Betrieb seiner Rechenzentren verbraucht. 2025 gab Amazon drei von vier genutzten Litern zurück. 26 Rechenzentren nutzen bereits aufbereitetes Wasser zur Kühlung und sparen so fast 850 Millionen Liter Trinkwasser.
Das Portfolio an CO2-freier Energie umfasst mehr als 700 Projekte in 30 Ländern mit einer Kapazität von 42 Gigawatt – genug, um 13 Millionen US-Haushalte zu versorgen. In Deutschland ist Amazon der größte gewerbliche Einkäufer erneuerbarer Energie, mit einem Projektportfolio, das dem Verbrauch von 1,8 Millionen deutschen Haushalten entspricht.
Wie arbeitet Amazon mit Lieferanten an der CO₂-Reduktion?
Mehr als zwei Drittel von Amazons Emissionen stammen aus der Lieferkette – von Herstellern, Bauunternehmen und Transportdienstleistern. Diese sogenannten Scope-3-Emissionen erstrecken sich über mehr als 40 Länder und Tausende Lieferanten.
Der Fortschritt ist messbar: 62 Prozent der wichtigsten Lieferanten haben inzwischen glaubwürdige Dekarbonisierungspläne – ein Anstieg von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Würden diese Lieferanten gemeinsam mit Amazon CO2-neutral sein, könnten mehr als 11 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente vermieden werden. Das entspricht dem Ausstoß aller US-Personenfahrzeuge über etwa 11 Jahre.
Was ist der Climate Pledge und wie wirkt er?
Amazon hat das Klimaversprechen Climate Pledge 2019 mitgegründet – als Verpflichtung und Katalysator, der Unternehmen zusammenbringt, um bis 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Ende 2025 hatten sich mehr als 650 Unterzeichner aus 62 Branchen und 49 Ländern angeschlossen. Darunter 51 neue Mode- und Beautymarken sowie 16 der wichtigsten Amazon Lieferanten.
Der Pledge ist auch eine Plattform für gemeinsame Projekte: 2025 brachten neun Kooperationsprojekte 44 Unterzeichner zusammen – von der Elektrifizierung von Kurzstrecken-Lkw-Routen an Häfen bis zur Beschleunigung elektrischer Fracht in Indien, Brasilien und Mexiko.
Kein einzelnes Unternehmen kann globale Lieferketten allein dekarbonisieren. Der Climate Pledge existiert, weil kollektives Handeln die nötige Innovation beschleunigt.
Amazons Nachhaltigkeitsberichte der Vorjahre
→ Amazons Nachhaltigkeitsbericht 2024
→ Amazons Nachhaltigkeitsbericht 2023
→ Amazons Nachhaltigkeitsbericht 2022
→ Amazons Nachhaltigkeitsbericht 2024
→ Amazons Nachhaltigkeitsbericht 2023
→ Amazons Nachhaltigkeitsbericht 2022














