Amazons Geschichte in Deutschland reicht bis in das Frühjahr 1998 zurück. Nur rund 10 Prozent der Deutschen nutzten damals überhaupt das Internet, quietschende 56K-Modems waren der bevorzugte Weg ins Internet und für jeden Seitenaufruf wurde noch einzeln gezahlt.

Seit 1995 betrieb die ABC Bücherdienst GmbH aus Regensburg über das immer beliebter werdende World Wide Web (www) damals schon den eigenen Onlineshop www.telebuch.de – ein digitaler Pionier in Deutschland. Mit der Integration von ABC Bücherdienst unternahm das junge Start-up Amazon im April 1998 den ersten Schritt nach Deutschland. Wenig später bezog Amazon neben dem Standort in Regensburg – noch heute die Heimat für große Teile unseres Kundenservices – ein Büro in Hallbergmoos in der Nähe des Münchner Flughafens. Damals verantworteten ein paar Dutzend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Produktsortiment, Versand und Kundenservice. Sieben der ersten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind noch heute bei Amazon tätig.

Die Amazon.de Website im Vergleich von 1998 und 2018

Am 15. Oktober 1998 war es soweit: Die ersten Klicks auf Amazon.de. Noch am selben Tag wurde das erste Buch verkauft: „Mastering Simulink 2“, ein Lehrbuch für die gleichnamige Software, die man etwa einsetzt, um technische Systeme zu modellieren. Damals umfasste das Angebot rund 900.000 deutsch- und englischsprachige Bücher, eine Suchmaschine, Bestseller-Listen und einen Geschenkservice, über den Bücher in Geschenkpapier verpackt an Kunden verschickt wurden. Seither ist Amazon in Deutschland gewachsen und ein wichtiger Bestandteil der deutschen Wirtschaft: Wir beschäftigten zum Jahresstart 2018 über 16.000 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an über 30 Standorten und haben über acht Milliarden Euro investiert. 2.000 weitere, unbefristete Jobs sollen bis Ende des Jahres dazugekommen sein. Über die Jahre hat sich Amazon.de zur umsatzstärksten Website nach Amazon.com entwickelt.

Trotz aller Veränderungen verfolgen wir aber noch immer das gleiche Ziel: das kundenorientierteste Unternehmen der Welt zu sein. Jeden Tag arbeiten Amazonians in Deutschland daran, das Kundenerlebnis Stück für Stück zu verbessern und gleichzeitig Innovationen zu schaffen – und Kunden immer wieder neu zu begeistern. Wir haben oft erlebt, das „Wow“ von gestern ist das „Normal“ von heute: Am Anfang noch undenkbar, ist die Lieferung am selben Tag in vielen Städten heute gang und gäbe, über Prime Now sogar in einer Stunde. Kundenrezensionen als Grundlage von Kaufentscheidungen sind als Idee gestartet und sind aus dem Internet heute nicht mehr wegzudenken.

Solche Projekte entstehen ohne einen Chief Innovation Officer oder eigene Think Tanks – die es bei Amazon auch gar nicht gibt. Sie stammen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die täglich neue Ideen haben, wie wir das Kundenerlebnis weiter verbessern können. Ihr Pioniergeist wird durch Amazons Leadership Prinzipien gefördert – Grundsätze, die Amazons Unternehmenskultur beschreiben und ein innovatives Umfeld schaffen. Uns ist klar: nur wenn wir jeden Tag mit der Mentalität starten als würde unsere Arbeit gerade erst beginnen, behalten wir das Feuer für neue Ideen.

Daher ist für Amazon auch nach 7.306 Tagen immer noch Tag 1.

Ich weiß noch genau, wie meine Freundin mich vor 20 Jahren fragte, ob ich nicht Lust hätte, wie sie bei Amazon zu arbeiten. Ich hatte den Namen noch nie gehört und dachte spontan, das schreibt man „Emerson“.
Sabine Metzler Investigations Specialist, seit 09.06.1998 bei Amazon, Regensburg

Amazon in Zahlen

Über Amazon.de gibt es viel zu erzählen. Hier finden Sie Zahlen aus unterschiedlichen Bereichen zu 20 Jahren Amazon in Deutschland.

Meilensteine bei Amazon.de

1. Rezensionen und personalisierte Empfehlungen
Rezensionen und personalisierte Empfehlungen von Produkten sind heute selbstverständlich und aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Ihre Einführung war allerdings alles andere als unumstritten. Jeff Bezos wurde einmal von einem Lieferanten gefragt, warum er in aller Welt Kunden die Möglichkeit geben wollte, Produkte nicht nur positiv, sondern auch kritisch-negativ zu bewerten – das sei doch geschäftsschädigend. Seine Antwort: „Das nehmen wir in Kauf, weil jede Bewertung wichtig für den Kunden ist“.

2. Logistikzentren

Mitarbeiter der Logistikzentren

Die Geschichte unserer Logistikzentren in Deutschland begann im September 1999 mit „FRA1“ – dem ersten deutschen Logistikzentrum in Bad Hersfeld mit einer Lagerfläche so groß wie sechs Fußballfelder. Seit damals hat sich einiges verändert: Mittlerweile gibt es 12 Logistikzentren in Deutschland, in denen sich über 12.000 festangestellte Mitarbeiter um die Bestellungen der Kunden kümmern. Dank zusätzlicher Logistikstandorte in der Nähe der Ballungszentren können viele Kunden heute viele Produkte bis Mittag bestellen und noch am selben Tag erhalten. Immer mehr moderne Technologie unterstützt die Mitarbeiter in den Logistikzentren. Ein Beispiel sind Transport Roboter. Mit dem Förderprogramm „Career Choice“ erhalten Mitarbeiter Unterstützung bei der beruflichen Entwicklung. Amazon unterstützt sie bei Aus- oder Fortbildungen finanziell – auch bei branchenfremden Ausbildungen wie z.B. beim LKW-Führerschein. Amazon engagiert sich zudem auch in den Regionen rund um die Logistikzentren und pflegt Partnerschaften mit sozialen Organisationen und Einrichtungen. Amazon hilft aber nicht nur mit Geld- und Sachspenden, sondern auch durch den direkten Einsatz der Mitarbeiter, wie z.B. bei der Essensausgabe der Tafel, die Renovierung eines Tierheims oder die Teilnahme am Rückenwindlauf.

Bei mir hat’s echt 2-3 Jahre gedauert, bis mir die Dimension klar wurde. Erst als zu den Büchern DVDs und Technik dazukamen, wusste ich: Das Ganze wird durch die Decke gehen.
Jürgen Schmid, CS Support Engineer DDM, seit 19.10.1998 bei Amazon, Regensburg

3. Verkauf über Amazon.de

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Vor gut 18 Jahren haben wir unsere Website für andere Anbieter geöffnet, weil wir überzeugt waren, dass Kunden damit noch mehr Produkte auf Amazon finden werden. Unsere Grundphilosophie war schon immer, die Verkäufer auf Amazon zu befähigen von der Digitalisierung zu profitieren. Die vermeintlichen Mitbewerber auf die eigene Website zu holen, wurde von Analysten zunächst überaus kritisch gesehen. Unsere Antwort darauf: Um Kunden die größtmögliche Produktauswahl zu ermöglichen, würde es viel zu lange dauern, die Produkte alle selbst anzubieten und die anderen Händler als Konkurrenten zu sehen. Wir haben sie daher zu Partnern gemacht.

Viele Händler nutzen die Chance, die der Online-Handel bietet. Unsere Logistik ermöglicht vielen den Einstieg in den Online-Handel, weil wir ihre Produkte lagern, verpacken und verschicken – Fulfillment by Amazon (FBA) heißt das. Deutsche Händler, die über Amazon verkaufen, haben im Jahr 2017 Export-Umsätze von mehr als 2,1 Milliarden Euro erzielt. Mehr als 70 Prozent der zehntausend deutschen Amazon Händler verkaufen an Kunden auf der ganzen Welt. Ein Beispiel ist das Familienunternehmen HERMKO.

4. AWS
Mitte der 1990er Jahre baute Amazon in den USA eine E-Commerce-Site auf. Diese wurde im Laufe der Zeit größer und komplexer. Die Mitarbeiter und damit auch das gesamte Unternehmen erlangten dadurch immer mehr Wissen und Erfahrungen in diesem Bereich. Dieses Know-how wollten wir auch externen Kunden zur Verfügung stellen. Amazon Web Services (AWS) war geboren! Seither baut AWS seine Kompetenz im Bereich IT-Infrastruktur weiter aus und stellt Unternehmen und Organisationen jeder Größe aus seinen weltweiten Rechenzentren mehr als 125 IT-Dienste in den unterschiedlichsten Bereichen wie Computing, Storage und Networking ebenso wie Datenbanken, Analysewerkzeuge, Tools für das maschinelle Lernen sowie Internet of Things zur Verfügung. Seit 2013 ist AWS auch mit einer Niederlassung in Deutschland vertreten, seit Oktober 2014 gibt es die Infrastrukturregion in Frankfurt.

5. Kindle

Kindle

Vor Präsentation des ersten Kindle im Jahr 2007 gab es lediglich eine Vision: ein Gerät, auf dem jedes Buch der Welt in jeder Sprache innerhalb von 60 Sekunden verfügbar ist, egal wo man es gerade lesen möchte. Auch wenn diese Vision noch nicht vollständig umgesetzt ist, nehmen wir heute problemlos Hunderte tausendseitige Bücher mit auf Reisen, laden uns am Flughafen den Bestseller aufs Gerät oder lesen in grellem Sonnenlicht am Strand. Der Weg dorthin war lang, ein eigenes Kindle-Team arbeitete dreieinhalb Jahre an dem Projekt, bis zur Veröffentlichung im November 2007. Vor dem offiziellen Launch zogen sich Jeff Bezos und das Team sogar noch einmal mit dem Prototypen in ein Ferienhaus zurück, damit sich jeder vom neuen Lesegefühl überzeugen lassen konnte.

6. Prime
2007 haben wir Amazon Prime in Deutschland mit kostenlosem Premiumversand gestartet. Seitdem steht Prime für ein komfortables Einkaufserlebnis und wurde kontinuierlich um viele weitere Vorteile für Mitglieder erweitert: unbegrenztes Streaming von mehr als 20.000 Filmen und Serienepisoden mit Prime Video, unbegrenzten Zugriff auf über zwei Millionen Songs mit Prime Music, Prime Reading, Prime Photos, Twitch Prime sowie Premiumzugang zu Blitzangeboten. Seit 2016 können Prime-Mitglieder in Berlin und München ihre Bestellung noch schneller erhalten – Prime Now sei Dank.

7. Kindle Direct Publishing
Mit unserem Selbstveröffentlichungs-Service Kindle Direct Publishing (KDP) bieten wir Autoren und Verlegern eine kostenlose, schnelle und einfache Möglichkeit, ihr eigenes Buch zu veröffentlichen und über Amazon weltweit in fast allen Ländern in verschiedenen Sprachen zu vertreiben. So haben auch außergewöhnliche Geschichten die Chance ihr Publikum zu finden, denn die Werke sind genauso vielfältig wie die Leser selbst. Die Autoren, bleiben dabei in Besitz ihres Copyrights, haben volle Kontrolle über die Inhalte und profitieren von bis zu 70% Tantiemen für eBooks und 60% für Taschenbücher. Das schafft für Autoren, Neulinge wie Profis, die Chance, auf verschiedenen Wegen interessierte Leser weltweit zu erreichen und für ihre Bücher zu begeistern. Seit 2013 gibt es den Service auch in Deutschland.

Damals hat man ja auch die Pakete für Weihnachten noch Anfang Dezember losgeschickt, damit sie rechtzeitig unterm Baum liegen.
Kai Rühl, Prime Now Retail, seit 07.12.1998 bei Amazon, München

8. Alexa: Amazons Stimme

Amazon Echo

Mit seinem Cloud-basierten Sprachdienst Alexa hatte Amazon im Herbst 2014 in den USA eine völlig neue Produktkategorie ermöglicht: den sprachgesteuerten Lautsprecher Echo. Damit lassen sich beispielsweise Nachrichten abrufen, To-Do-Listen verwalten, Musik wiedergeben oder Smart Home-Produkte steuern. Seit Anfang 2017 gibt es die Echo-Reihe auch in Deutschland, die mittlerweile 5 Lautsprecher und diverses Zubehör umfasst. So können Kunden zwischen Echo, Echo Plus, Echo Dot, Echo Spot und Echo Show wählen und diese beispielsweise zum Gaming um Echo Buttons oder für einen kräftigeren Bass um Echo Sub ergänzen. Neben den dedizierten Alexa-fähigen Lautsprechern kann der Sprachdienst auch über Fire TV Sticks oder Fire Tablets genutzt werden. Aktuell gibt es weltweit über 50.000 Alexa Skills, in Deutschland sind es über 5.000.

9. Kleine und mittlere Unternehmen
Die Hälfte der weltweit bei Amazon verkauften Produkte kommt von kleinen und mittleren Unternehmen. Im September 2018 startete Amazon Storefronts, ein neuer Online-Shop bei dem Kunden Produkte von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus ganz Deutschland kaufen können. Darunter auch Kunsthandwerker, die Amazon Handmade bzw. Start-ups, die Amazon Launchpad nutzen. Amazon Handmade erlaubt es seit 2016 Kreativen und Handwerkern in Deutschland ihr Hobby zum Beruf zu machen, indem sie online ein Geschäft aufbauen – mit 100% handgemachten Produkten. Im gleichen Jahr startete auch unser Programm Launchpad, mit dem wir gemeinsam mit führenden Venture-Capital-Firmen, Acceleratoren und Crowd-Funding-Diensten, deutsche Start-ups dabei unterstützen, ihre Produkte besonders einfach auf den Markt zu bringen und Kunden weltweit zu erreichen.

10. AmazonSmile
Während du machst, was du ohnehin machst, kannst du Gutes tun – das ist die Idee hinter AmazonSmile, ein Service, der seit 2016 in Deutschland verfügbar ist. AmazonSmile ist ein einfacher Weg für Kunden, mit jedem Einkauf über Amazon einer sozialen Organisation ihrer Wahl etwas Gutes zu tun – ohne zusätzliche Kosten für Kunden oder Organisationen. Kunden erfahren auf AmazonSmile das identische Shopping-Erlebnis, das sie von Amazon.de kennen und profitieren von den gleichen niedrigen Preisen, derselben Auswahl und den bequemen Einkaufsmöglichkeiten – mit dem zusätzlichen Vorteil, dass Amazon 0,5% der Einkaufssumme aus eigener Tasche an eine vom Kunden gewählte soziale Organisation weitergibt. Kunden können unter Tausenden von Organisationen wählen, die sie unterstützen können. Seit dem Start von AmazonSmile wurden mehr als 2,7 Millionen Euro an mehr als 14.000 teilnehmende Organisationen ausgezahlt.

11. Unternehmertum fördern
Amazon fördert Unternehmertum – und das in vielen Bereichen. Bei den Initiativen Unternehmer der Zukunft (2017) von Amazon und WirtschaftsWoche und Unternehmerinnen der Zukunft (2018) von Amazon, Global Digital Women, Brigitte Academy und dem Verband deutscher Unternehmerinnen, wurden UnternehmerInnen von E-Commerce Experten gecoacht und dabei unterstützt ihre digitale Geschäftsentwicklung zu beschleunigen.

Ralf Kleber spricht auf der Bühne der Auftraktveranstaltung von digital.engagiert

Außerdem veranstalten wir seit 2015 jedes Jahr unsere Amazon Academy. Sie ist Treffpunkt für Zukunftsoptimisten, Vordenker und Macher der Digitalisierung und Ort für Inspiration und Austausch. 2018 hat die Amazon Academy erstmalig in Kooperation mit dem BRIGITTE Symposium stattgefunden. Die Veranstaltung bot ein vielfältiges Programm, das sich vor allem an unternehmerisch denkende und handelnde Frauen mit Blick auf eine Zukunft im digitalen Zeitalter richtete.

„digital.engagiert“ , ein Förderprogramm von Amazon und Stifterverband, greift der gemeinnützigen Arbeit bei der Digitalisierung unter die Arme, indem gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmen ein halbes Jahr lang mit personalisiertem Coaching technologischen Know-how und finanziellen Zuwendungen in Höhe von 150.000 EUR unterstützt werden.

12. Künstliche Intelligenz

Zielsprache auswählen wir auf dem Bildschrim angezeigt

Unsere Wissenschaftler aus verschiedenen Gebieten bringen tagtäglich die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Ideen voran. Eine große Rolle spielt das Forschungsgebiet der künstlichen Intelligenz, welches Bereiche wie Sprachtechnologie, Datenschutz und -sicherheit, Robotik, maschinelles Lernen und Computer Vision umfasst. Wir holen die künstliche Intelligenz in unseren Alltag: Amazon hat zum Beispiel ein System entwickelt, das mit Hilfe von Machine Learning den Reifegrad von Obst und Gemüse bestimmen kann – für mehr Frische und weniger Ausschuss.

Heute können Produktbeschreibungen automatisch in viele Sprachen übersetzt werden, wovon gerade die vielen eigenständigen Händler profitieren, die über Amazon aus Deutschland in die ganze Welt exportieren. Maschinell errechnete Nachfrageprognosen führen zu günstigeren Preisen, weil wir nicht zu viel vorrätig halten müssen und dadurch Kosten sparen.

Weitere Meilensteine aus den vergangenen 20 Jahren Amazon.de finden Sie in der Amazons Historie. Einblicke in den Alltag von Amazon bekommen Sie bei einem Besuch auf Day One, dem Unternehmensblog von Amazon.