Amazon unterstützt mit 3,75 Millionen Euro das Urban-Greening-Programm der Umweltschutzorganisation The Nature Conservancy (TNC), um Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. Der Auftakt erfolgt in Berlin im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und später an zwei weiteren Orten in Deutschland. Später sollen Städte in ganz Europa von den gesammelten Erkenntnissen profitieren. Amazon geht damit einen weiteren Schritt, um unseren „Climate Pledge“ umzusetzen: Das Versprechen, bis 2040 überall CO2-neutral (net-zero carbon) zu arbeiten.

Menschen in Großstädten erleben die Folgen des Klimawandels hautnah: Viele waren in den letzten Jahren wiederholt von Hitzewellen und Überschwemmungen betroffen. So führte beispielsweise der Sturm „Axel“ im Mai 2019 in Berlin zu 70 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Die Folge: starke Überschwemmungen in der ganzen Stadt. Im selben Jahr rief Berlin den Klimanotstand aus.

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Foto von Devan King/Devan King
Bei einem vergleichbaren Projekt werden in West Louisville, Kentucky, Bäume gepflanzt.
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Foto von Devan King/Devan King
Schüler der Woodlawn Highschool in Birmigham, Alabama, arbeiten in einem „Naturschutzlabor“ zusammen, um einen Baum zu pflanzen. In einem „Naturschutzlabor“ wird Land für Bestäuber, Vögel und Biodiversität nutzbar gemacht und ein positiver Beitrag zur effektiven Rückhaltung von Regenwasser geleistet. Neben diesen Vorteilen für die Umwelt, arbeiten darüber hinaus mehrere Generationen zusammen. Naturschutzlabore entstehen Schritt für Schritt und brauchen nicht viel Pflege.
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Foto von Devan King/Devan King
Eine Schülerin der Woodlawn High School in Birmingham, Alabama, zeigt ihre schmutzigen Handschuhe von der Arbeit an einem Naturschutzlabor.
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Foto von Randy Olson/Randy Olson
Freiwillige bei einer Baum- und Strauchbepflanzung beim Referenzprojekt „Green Heart Louisville“ in Kentucky im November 2019. Dabei wurden 8000 Bäume gepflanzt, um zu prüfen, ob dadurch die Luftqualität und somit die Gesundheit der Menschen dort verbessert werden kann.
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Foto von Lucas Foglia/Lucas Foglia
Lydia Silvas bewässert den Gemeinschaftsgarten in ihrem Wohnort, Bridgeport in Connecticut. Das TNC pflanzt dort rund um das Hall Neighborhood House 150 Bäume, um die Natur in städtischen Gebieten wiederherzustellen und zu stärken.
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Foto von Greg Kahn/Greg Kahn
Kristof Grina, Mitbegründer von Up Top Acres, erntet Gemüse aus einem 3000 Quadratmeter großem Dachgarten in Washington, D. C. Up Top Acres hat dort mehrere Dachgärten, die nicht nur zu einer besseren Rückhaltung von Regenwasser beitragen, sondern auch das Ernten von Karotten bis Mangold ermöglichen. Solche Dachgärten sind ein Beispiel dafür, wie Städte daran arbeiten, die Verschmutzung durch Regenwasserabfluss einzudämmen. (Up Top Acres arbeitet nicht mit dem TNC zusammen.)

Klimaschutz von Berlin bis nach Europa

Um solchen extremen Klimafolgen entgegenzuwirken startet TNC jetzt das Urban-Greening-Programm in Berlin, genauer gesagt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Projekt sucht nach naturbasierten Lösungen, um Städte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen. In Kooperation mit lokalen Verwaltungen und Organisationen soll ein integriertes Begrünungskonzept entwickelt und gemeinsam umgesetzt werden. Neue Grünflächen können zum Beispiel dabei helfen, Probleme wie Wärmeinseln und städtische Überschwemmungen zu einzudämmen.

Mithilfe des Right Now Climate Funds unterstützt Amazon das Urban-Greening-Programm von The Nature Conservancy (TNC). Im Interview erzählt Dr. Kerstin Pfliegner mehr über die Organisation, das Projekt und welche Chancen sich dadurch für unsere Welt ergeben.

Ralf Kleber, Vice President und Country Manager Amazon.de, sagt: „Neben all unseren Anstrengungen im Kampf gegen die Coronakrise dürfen wir unsere Anstrengungen zum Schutz des Planeten nicht vernachlässigen. The Nature Conservancy wird mit den kommunalen Partnern einen wissenschaftlichen Ansatz anwenden. Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das Städte in ganz Deutschland und Europa nutzen können. Wir wollen messen, wie sich das Programm auswirkt. So stellen wir sicher, dass die Maßnahmen den Stadtbewohnern greifbare Vorteile bringen, z. B. mehr Grünflächen, mehr Wildbienen und andere Bestäuber, mehr Kubikliter gesammeltes Regenwasser und niedrigere durchschnittliche Oberflächentemperaturen.”

The Nature Conservancy wird die Ergebnisse des Projekts auswerten und – dank der Hilfe Amazons – das Modell dann an zwei weiteren Orten in Deutschland anwenden. Zudem soll am Ende ein Leitfaden für die Begrünung von Städten entstehen, den Kommunen in ganz Europa nutzen können. „Städte werden in den kommenden Jahrzehnten eine wichtige Rolle als Vorreiter und Antreiber unabhängiger Klimaschutzmaßnahmen auf lokaler Ebene spielen, um das starke nationale Engagement Deutschlands für Klimaneutralität bis 2050 zu unterstützen", sagt Dr. Kerstin Pfliegner, Director von The Nature Conservancy Deutschland. Die Natur halte kostengünstige Lösungen bereit, um Städte und Gemeinden auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten.

Mit Hilfe der Natur gegen den Klimawandel

Oliver Schruoffeneger, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt in Charlottenburg-Wilmersdorf erklärt: „Ich begrüße das Engagement von The Nature Conservancy und Amazon, mit der Stadt Berlin zusammenzuarbeiten, um umweltfreundlicher zu werden. Ich freue mich darauf, mit Partnern und lokalen Initiativen zusammenzuarbeiten, um die beste Vorgehensweise für unsere Bezirke zu identifizieren.“

Das Urban-Greening-Programm ist das erste außerhalb der USA angesiedelte Projekt im Rahmen des 100-Millionen-Dollar Right Now Climate Fund von Amazon – der ist Teil des Engagements für den „Climate Pledge“. Diesen hatte Amazon im vergangenen Jahr gemeinsam mit Global Optimism ins Leben gerufen und als erstes Unternehmen unterzeichnet. Der Climate Pledge ist eine Initiative für Unternehmen, die sich dazu verpflichten, die Ziele des Pariser Abkommens zehn Jahre früher zu erreichen und bereits bis 2040 ihren CO2-Ausstoß auf null zu reduzieren – durch Dekarbonisierung ihrer Betriebe und den Einsatz naturbasierter Lösungen. Im April hatte Amazon bereits zwei Projekte aus dem Right Now Climate Fund angekündigt und insgesamt 10 Millionen US Dollar gespendet, um Millionen Hektar Wald im Nordosten der USA wieder aufzuforsten beziehungsweise zu erhalten.