Von der Kellnerin zur Führungskraft

Die gelernte Hotelfachfrau und ehemalige Kellnerin Monika Kohlmann hat bei Amazon in wenigen Jahren eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Angefangen hat sie als Saisonarbeitskraft im Weihnachtsgeschäft.

Bei Amazon habe ich gelernt: Positiv bleiben und nicht nur über Probleme referieren, sondern eine Lösung anbieten.
Monika Kohlmann

Monika Kohlmanns Karriere bei Amazon beginnt vor rund acht Jahren am Logistikzentrum FRA1 in Bad Hersfeld. Monika sucht keinen Job für die Ewigkeit, sondern einfach etwas anderes als ihren Job in der Gastronomie. Sie hat gehört, dass es bei Amazon in der Weihnachtszeit besonders viel zu tun gibt und dass Leute gesucht werden, die anpacken können.

Ein Job verändert alles

Als sie an einem kalten Wintertag zum Dienst in FRA1 erscheint, ahnt sie noch nicht, dass diese Arbeit sie durch ganz Deutschland, halb Europa und zur Liebe ihres Lebens führen wird. Monika beginnt als Receiver im Wareneingang. Das heißt: Sie sorgt dafür, dass vereinnahmte Waren an die richtige Stelle im Regal gelangen. Und schon nach wenigen Wochen passiert ihr etwas, was ihr in der Gastronomie nur selten widerfahren ist: Sie wird gelobt – oder wie das im Manager-Deutsch heißt: Sie bekommt positives Feedback. Und nicht nur das: Ihr Vorgesetzter fragt Monika eines Tages sogar, ob sie nicht als so genannter Problem Solver arbeiten möchte. Das heißt, helfen, wenn es zu einer Ware keine passende Bestellung gibt oder ein Receiver sich verzählt hat. Ein Vertrauensbeweis - nach gerade einmal sechs Monate im Unternehmen. „Im Prinzip begleitet mich das Problemlösen bis heute. Denn einer meiner Vorgesetzten hat mir schon früh beigebracht, worauf es bei Amazon wirklich ankommt: Positiv bleiben und nicht nur über Probleme referieren, sondern eine Lösung anbieten“, sagt Monika.

Der Lohn der Tüchtigen

Für Monika geht es weiter steil bergauf. Sie bekommt die Möglichkeit als Lead, eine Gruppe von Mitarbeitern zu leiten. 2012 unterstützt sie in Augsburg das Team, das für die Startphase des neuen Logistikzentrums MUC3 verantwortlich ist. Doch obwohl sie von allen Seiten Unterstützung und Zuspruch erfährt, macht sich Monika bei jeder weiteren Station Gedanken, ob sie den Ansprüchen auch genügen kann: „Vielleicht ist das so ein Frauending, dass wir uns immer fragen, ob wir gut genug sind. Mir hat sehr geholfen, dass mir meine Kollegen und Vorgesetzten immer das Gefühl gegeben haben, dass ich es packen kann.“
Bestes Beispiel: Als Monika einmal zu ihrem Chef sagt, wie viel Glück sie bei Amazon gehabt habe, nimmt er sie beiseite und sagt ernst: „Das war kein Glück, Monika! Das hast Du Dir erarbeitet.“

Um die Karrierewege von Mitarbeitern zu fördern, hat Amazon das Career Choice-Programm entwickelt. Career Choice stellt Associates finanzielle Unterstützung für die berufliche Aus- und Weiterbildung zur Verfügung. Amazon bezahlt 95% der Gebühren und Kosten vorab für zugelassene Weiterbildungseinrichtungen und förderfähige Fächer. Das Career Choice-Programm steht grundsätzlich allen Associates offen und verpflichtet nicht dazu, bei Amazon zu bleiben. Mitarbeitern, die beruflich weiterkommen wollen, liefert es das Rüstzeug für neue Aufgaben.

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Wie schnell sich die Aufgaben für einen Amazon-Mitarbeiter verändern können, zeigt das Beispiel von Monika. 2013 bewirbt sie sich auf Anraten eines Vorgesetzten für die Position des Area Managers und ist damit für eine ganze Abteilung zuständig. Für das Career Choice Programm bleibt Monika damals keine Zeit. Die notwendigen Kenntnisse für ihren neuen Job erwirbt sie sich durch „Machen“. Oder Neudeutsch: Learning by doing. Ihre neuen Aufgaben führen sie an viele unterschiedliche Standorte in Deutschland und Europa. Zum Beispiel nach Prag oder Birmingham. Die nötigen Englischkenntnisse hat sich Monika längst angeeignet. Ihr Freund, den sie bei Amazon kennengelernt hat, ist Engländer.
Auf ihrer neuen Position merkt sie auch, welche Vorteile es hat, wenn man als Führungskraft das Unternehmen von der Pike auf kennengelernt hat. „Durch meine unterschiedlichen Tätigkeiten im Unternehmen kenne ich Menschen auf allen Hierarchieebenen und habe eine solide Basis, um Entscheidungen und ihre Auswirkungen einschätzen zu können“, sagt Monika.

Mit Volldampf in den Norden

Heute gehört Monika als Operations Manager zum Führungsteam am neuen Logistikzentrum HAM2 etwas südlich von Hamburg. Sie ist zuständig für den Bereich Inbound. Das heißt: den Wareneingang. Wenn man sie fragt, wie und wo sie ihre Zukunft sieht, bleibt sie entspannt: „Ich lasse die nächsten acht Jahre einfach auf mich zukommen. Ich versuche jede Aufgabe mit Leidenschaft zu lösen, flexibel zu bleiben und das Team zusammenzuhalten. Alles weitere wird sich finden“, sagt sie. „Unglaublich, wie sich mein Leben in den letzten acht Jahren verändert hat. Von der Tellerwäscherin zum Operations Manager. Wenn ich damals nicht als Weihnachtssaisonkraft angefangen hätte, würde ich vermutlich heute noch irgendwo in der Pampa sitzen“, lacht sie.